thumb Streetwork 1Geschichtlich gesehen war die Streetwork der erste Arbeitsbereich des Neuen Landes. Mitarbeitende der damaligen Teestubenarbeit in der Podbielskistraße gingen 1971/72 mit Brötchen, Getränken und bewegt von der Liebe Gottes zu den Orten, an denen sich drogenabhängige Menschen aufhielten. Das eigentliche Anliegen ist damals wie heute noch dasselbe: Die oft hoffnungs- und perspektivlosen Betroffenen in der Drogenszene zu erreichen. Dabei warten wir nicht, bis sie von selbst zu uns kommen. Wir gehen ihnen entgegen, stellen Kontakte her, bauen Beziehungen auf. Wir gehen dort hin, wo diese Menschen etwas Grundlegendes vergessen haben: Es gibt eine Welt außerhalb der Drogenszene und auch für sie einen Weg. Wir sind uns sicher, dass es bei Gott keinen hoffnungslosen Fall gibt.

So regelmäßig wie möglich gehen wir hinaus, laden ein, bieten Hilfe an oder beraten. Wir wollen einfach für die Betroffenen da sein.

Die Begleitung in der Sucht, die Anbindung an das vielfältige Hilfesystem der Sucht- und Wohnungslosenhilfe der Region Hannover und die Motivation für einen Weg aus der Sucht heraus stehen dabei im Vordergrund.

Hierfür besteht die Streetwork des Neuen Landes aus verschiedenen Bausteinen, die wir im Folgenden kurz vorstellen:

thumb Streetwork 2Klassische Einsätze

Mindestens zwei Mitarbeitende gehen zu einem bestimmten Szeneplatz, um bekannte Menschen zu treffen und noch unbekannte kennenzulernen.

Russische Motivations- und Integrationsarbeit

Russischsprachige Mitarbeitende gehen gemeinsam los, um speziell ihre Landsleute zu erreichen. Mehr zu diesem Arbeitsbereich findet sich unter der Rubrik „Angebot für Russischsprachige“.

Minishuttle

Wir nutzen einen umgebauten Fahrradanhänger zum Transport von Kaffee, Tee und Keksen, um die Drogenabhängigen auf ein Getränk und Gespräch einladen zu können. Wir werden auf diese Weise leicht von den Leuten erkannt und können so auch angesprochen werden.

thumb Szeneeinsatz am Stellwerk 2Medizinische Hilfe

Bei den Einsätzen nehmen wir einen Erste-Hilfe-Koffer mit, um an den Szeneplätzen eine medizinische Erstversorgung zu ermöglichen und ggf. zu Ärzten und Krankenhäusern weiterzuvermitteln.

Fresh-Up

Jeden 3. Freitag im Monat von ca. 22:00 – 02:00 Uhr begibt sich ein Team mit einem kleinen, orangenen Bollerwagen auf Hannovers Straßen. Die Zielgruppe sind hier Alkohol konsumierende Jugendliche im Alter von ca. 12 bis 26 Jahren. Mit ihnen wollen wir ins Gespräch zu kommen und Alkohol gegen Wasser oder kleine Snacks eintauschen. Manchmal ist es nur ein offenes Ohr für ein schwerwiegendes Problem oder auch ein gemeinsames Gebet, das die Pläne einer Freitagnacht durchkreuzt und ungeahnte Wendungen mit sich bringen kann. Immer wieder sind wir begeistert von der Offenheit und Dankbarkeit, mit der uns begegnet wird. Hannover ist voller junger Menschen, die auf der Suche nach Sinn und Perspektive sind. Wir wollen nah an ihnen dran sein, um Gespräch und Begleitung zu ermöglichen.

Der Großteil unserer Streetworkmitarbeitenden ist ehrenamtlich tätig und investiert seine Freizeit für diese Einsätze. Hierfür ist keine spezielle Ausbildung notwendig. Entscheidend sind die Ausrichtung zu Gott und die Wertschätzung zum Betroffenen. Durch die hauptamtlichen Mitarbeitende gibt es eine Einweisung und Schulungen für die Gesprächsführung und Arbeitsabläufe.

Wenn Interesse an einer Mitarbeit in einem dieser Bereiche oder weitere Fragen dazu bestehen, wenden Sie sich gerne an folgende Kontaktpersonen:

Klassische Einsätze und Mini Shuttle:

Reinhard Grammlich

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Tel.: 0511 / 999 26 99

Russische Arbeit:

Alexander Fitz

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Tel.: 0511 / 122 63 66

Fresh-Up:

Daniel Rose

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